Eishockey – das Spiel und die Regeln

Die Wurzeln des Eishockeysports gehen in die Zeit zwischen 1840 und 1875 zurück. Seinerzeit begannen britische Soldaten in Kanada damit, Shinty auf Eis und Schnee zu spielen. Shinty ist eine alte keltische Sportart aus Schottland, die mit Schlägern und einem Ball gespielt wird. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus das heute bekannte Eishockey. Eishockey gehört zu den vergleichsweise körperbetonten und sehr schnellen Mannschaftsportarten. Durch die Internationale Eishockey-Föderation, kurz IIHF, der 64 Mitgliedsverbände angehören, ist der Eishockeysport international organisiert. Den Status der spielerisch besten Eishockeyliga weltweit genießt die NHL, die nordamerikanische National Hockey League.

Eishockey – das Spiel und die Regeln

Das Ziel beim Eishockey besteht darin, den Puck mithilfe des Schlägers in das gegnerische Tor zu schieben oder zu schießen. Dabei gilt Eishockey als sehr schnelle Mannschaftsportart, der Puck kann Geschwindigkeiten von bis zu 190 Stundenkilometern erreichen. Zudem ist Eishockey ein körperbetonter Sport, bei dem unter anderem Bodychecks erlaubt sind, um dem Gegenspieler den Puck abzuluchsen. Auf dem Spielfeld stehen sich maximal sechs Spieler pro Mannschaft gegenüber. Meist handelt es sich dabei um fünf Feldspieler und einen Torhüter, wenn es die Spielsituation erfordert, wird der Torhüter aber bisweilen auch gegen einen Feldspieler ausgetauscht. Die gesamte Mannschaft besteht jedoch in aller Regel aus 22 Spielern, die beliebig oft und jederzeit ausgewechselt werden können.

Ein Eishockeyspiel dauert grundsätzlich 60 Minuten, aufgeteilt auf drei 20 Minuten lange Drittel. Zwischen den Dritteln gibt es Pausen, die je nach Liga zwischen 15 und 20 Minuten andauern. Bei den 60 Minuten handelt es sich jedoch nur um die effektive Spielzeit, tatsächlich fällt die Brutto-Dauer eines Eishockeyspiels deutlich höher aus. Dies liegt daran, dass die Uhr bei jeder Spielunterbrechung gestoppt wird.

Eine Mannschaft hat dann ein Tor erzielt, wenn der Puck die Torlinie vollständig überschritten und der Schiedsrichter gesehen hat, dass der Puck hinter der Torlinie war. Ist sich der Schiedsrichter nicht sicher, ob der Puck die Torlinie komplett überquert hat, wird das Tor nicht gegeben. Der Puck darf mit dem Schläger und mit dem Schlittschuh bewegt werden, außerdem ist es zulässig, den Puck mit der Hand zu stoppen oder wegzuschlagen. Ein Tor kann aber nur erzielt werden, wenn der Puck mit dem Schläger ins gegnerische Tor befördert wird oder vom Schlittschuh abprallt, ohne dass der Spieler mit einem Kick nachgeholfen hat. Eigentore gibt es beim Eishockey übrigens nicht, denn ein Treffer wird immer dem Spieler der angreifenden Mannschaft zugeschrieben, der den Puck als letzter berührt hat. Den Puck mit einem hohen Stock zu spielen oder zu werfen, ist nicht erlaubt. Regelverstöße können mit unterschiedlichen Zeitstrafen, Platzverweisen und Spielsperren geahndet werden. Und so sieht es aus, wenn Eishockey gespielt wird:

 

Eishockey in Deutschland

In Deutschland war zunächst Berlin die Hochburg des Eishockeysports, später folgte vor allem der Süden Deutschlands. Nach Ende der Zweiten Weltkriegs erlebte der Sport dann noch einmal einen großen Aufschwung. Ein Grund hierfür war, dass 1948 die Eishockey-Oberliga als höchste Spielklasse in Deutschland gegründet wurde. Zehn Jahre später wurde diese Liga von der Eishockey-Bundesliga abgelöst. Heute gehört Eishockey hierzulande zu den weit verbreiteten und sehr beliebten Mannschaftssportarten.

Seit 1994 ist die Deutsche Eishockeyliga, die auch 1. Bundesliga genannt wird, die höchste deutsche Spielklasse. Eine Besonderheit dieser Liga ist, dass Spiele hier nicht unentschieden enden können. Diese Regelung wurde eingeführt, um Spiele zu vermeiden, bei denen es ausschließlich um Taktik geht. Seit der Saison 2006/2007 wird bei einem Unentschieden in einem Vorrundenspiel die Spielzeit um fünf Minuten verlängert, gespielt wird dabei vier gegen vier. Danach wird das Spiel durch ein Penalty-Schießen entschieden. In den Play-Offs stehen bei der Verlängerung beide Mannschaften mit der normalen Spielerzahl auf dem Feld und die Verlängerung endet, sobald eine Mannschaft ein Tor erzielt. Gibt es keinen Treffer, wird die Spielzeit immer wieder um jeweils 20 Minuten verlängert. Ein Penalty-Schießen findet hier nicht statt. Gewinnt eine Mannschaft ein Spiel innerhalb der regulären Spielzeit, erhält sie drei Punkte und die andere Mannschaft geht leer aus. Wird ein Spiel erst nach Verlängerung oder durch ein Penalty-Schießen entschieden, erhält die Siegermannschaft zwei Punkte und die Verlierermannschaft einen Punkt.