Verschiedene Varianten von Hardboots

Hardboots

Spätestens mit den ersten Sonnenstrahlen beginnt für viele die Zeit, in der sie sich viel und gerne an der frischen Luft bewegen. Sehr beliebt ist dabei das Inlineskaten geworden. Gerade diejenigen, denen das Joggen oder Fahrradfahren ein wenig zu langweilig ist, finden in Inlineskates häufig eine tolle Alternative. Dabei ist das Inline-Skaten aber keineswegs eine Erfindung der letzten Jahrzehnte, sondern schon sehr viel älter als die meisten glauben. So wurden die ersten Rollschuhe bereits 1760 präsentiert und schon bei diesen Rollschuhen handelte es sich um Inliner.

Inliner bedeutet nämlich nichts anderes, als dass die Rollen in line, also in einer Reihe hintereinander angeordnet sind. Über viele Jahre wurden Rollschuhe auch nur in dieser Form hergestellt. Erst um 1850 kamen mit den sogenannten Quads dann Rollschuhe auf den Markt, die vier Rollen in zwei Reihen nebeneinander hatten. Diese Quads setzten sich nach und nach durch und Inlineskates gerieten fast schon in Vergessenheit. Erst in den 1990er-Jahren feierten Inliner ihr großes Comeback, als sie in den USA als Sommer-Sportgerät für Eishockeyspieler wiederentdeckt und in einer modernen Variante neu aufgelegt wurden. Von Amerika aus erreichte der Trend dann recht schnell auch Europa und den Rest der Welt.

 

Inlineskates als Hardboots

Mittlerweile verbergen sich hinter dem Begriff Inlineskates eine Reihe unterschiedlicher Modelle, die für verschiedene sportliche Aktivitäten ausgelegt sind. So gibt es beispielsweise die sehr leichten Speedskates, die nur knöchelhoch sind, eine verlängerte Schiene mit großen Rollen haben und hohe Geschwindigkeiten ermöglichen. Zunächst einmal lassen sich Inliner aber in zwei große Gruppen einteilen, nämlich zum einen in Soft- und zum anderen in Hardbootskates. Bei Softboots besteht der Schuh hauptsächlich aus weichem Material. Dies sorgt für einen hohen Tragekomfort und gleichzeitig oft auch für ein sehr ansprechendes Design. Das Gegenstück zu Softboots sind Hardboots. Sie haben einen harten Außenschuh aus Kunststoff, der einen weichen Innenschuh umschließt. Der Innenschuh besteht meist aus Schaumstoff, der mit Stoff umnäht ist, und kann zum Waschen herausgenommen werden. Während der weiche Innenschuh den Fuß polstert und für den Tragekomfort zuständig ist, sorgt die harte Außenschale für den guten Halt, die Belastbarkeit und die Robustheit.

Und ein Beispiel, wie Hardbootskates aussehen können, zeigt dieses Video:

 

Verschiedene Varianten von Hardboots

Während Softboots vor allem im Freizeit- und Fitnessbereich genutzt werden, kommen Hardboots in erster Linie im Street- und Stuntbereich zum Einsatz. Neben Inlineskates, die für den Freizeit- und den Sportbereich gleichermaßen gut geeignet sind, gibt es allerdings auch Hardboots für spezielle Einsatzzwecke. Ein Beispiel hierfür sind Hockeyskates, die im Prinzip wie Eishockeyschuhe aufgebaut sind. Hockeyskates haben üblicherweise vier Rollen, die von der Spitze zur Ferse hin größer werden. Dadurch steht die Ferse etwas höher, was einen optimalen Antritt und gezielte Bewegungen unterstützt. Anders als Fitnessskates haben Hockeyskates keinen Bremsklotz, denn das Bremsen erfolgt beim Inlinehockey ähnlich wie beim Eishockey durch ein schnelles Einscheren zur Seite hin. Eine andere Variante von Hardbootskates sind Streetskates, die auch Aggressive-Skates genannt werden. Streetskates sind für anspruchsvolleres und härteres Skaten entwickelt worden, also unter anderem für Sprünge, Slaloms oder das Fahren auf Rampen, Halfpipes und Treppen. Um eine möglichst große Wendigkeit zu erzielen, haben Streetskates meist unterschiedlich große Rollen. So können beispielsweise die erste oder die ersten beiden Rollen kleiner sein als die hinteren Rollen oder die beiden mittleren Rollen größer sein als die beiden äußeren Rollen. Da Streetskates neben ihrer Wendigkeit eine hohe Stabilität bieten, aber trotzdem recht angenehm zu tragen sind, gelten sie als Allrounder und werden auch in anderen Skate-Bereichen sowie von Einsteigern gerne genutzt.