Eishockey und Floorball – Unterschied?

Das traditionelle Hockey wird im Sommer üblicherweise als Feldhockey auf dem Feld und in den Wintermonaten als Hallenhockey in der Halle gespielt. Beim Feldhockey treten zwei Mannschaften mit je zehn Feldspielern und einem Torwart auf dem 91,4 mal 55 Meter großen Feld gegeneinander an. Wird auf einem Kleinfeld gespielt, bestehen die Mannschaften nur aus sechs Feldspielern plus Torwart, beim Hallenhockey sind es fünf Feld- und ein Torspieler pro Mannschaft. Feldhockey wurde früher auf Naturrasen und teilweise auch auf Hartplätzen gespielt, heute dient in aller Regel Kunstrasen als Untergrund. Dies liegt unter anderem daran, dass die ebenere Oberfläche des Kunstrasens eine bessere Kontrolle über den Ball und höhere Geschwindigkeiten ermöglicht.

Beim Feldhockey besteht ein Spiel aus zwei Halbzeiten, die jeweils 35 Minuten dauern, beim Hallenhockey sind es 30 Minuten pro Halbzeit. Bei Turnieren und im Jugendbereich können die Spiele aber auch kürzer ausfallen. Ähnlich wie beim Fußball oder beim Handball besteht auch beim Hockey das Ziel darin, möglichst viele Tore zu schießen. Im Gegensatz zu anderen Ballsportarten handelt es sich beim Hockey jedoch um ein körperloses Spiel. Das bedeutet, es ist nicht erlaubt, einen Gegenspieler aktiv abzublocken oder ihn abzudrängen. Der Ball darf ausschließlich mit der flachen Seite des Hockeyschlägers berührt werden, lediglich der Torwart darf den Ball auch mithilfe seines Körpers abwehren. Regelverstöße werden je nach Ausgangssituation mit einer Strafecke oder mit einem Siebenmeter geahndet.

Eishockey

Die bekannteste Hockeysportart, die sich aus dem traditionellen Hockey entwickelt hat, ist das Eishockey. Beim Eishockey wird auf einer Eisfläche gespielt, die rund 60 Meter lang und 30 Meter breit ist. Die beiden Mannschaften, die sich auf dem Spielfeld gegenüberstehen, bestehen aus jeweils fünf Feldspielern und einem Torwart. Auch beim Eishockey besteht das Ziel darin, Tore zu schießen, allerdings wird nicht mit einem Ball, sondern mit einem Puck gespielt. Anders als das traditionelle Hockey ist Eishockey ein sehr körperbetontes Spiel. So sind beispielsweise die sogenannten Bodychecks erlaubt, um den Gegenspieler gezielt zur Seite zu drängen und den Puck zu erobern. Gleichzeitig gehört Eishockey zu den schnellsten Mannschaftssportarten überhaupt, der Puck kann Geschwindigkeiten von bis zu 190 Stundenkilometern erreichen.

 

Floorball

Floorball, das auch unter dem Namen Unihockey bekannt ist, gehört zu den vergleichsweise jungen Mannschaftsportarten im Bereich des Hockeysports. So wurde das Spiel erst in den 1970er-Jahren als Gemeinschaftsprojekt von Finnland, Schweden und der Schweiz entwickelt. Das Spielprinzip ist an Hallen- und Eishockey angelehnt und kennzeichnet sich durch seine Dynamik, die das Spiel schnell macht und immer wieder zu neuen Spielsituationen auf dem Feld führt. Insgesamt gilt Floorball als Trendsportart, die zunehmend beliebter wird und vor allem im schulischen Sportunterricht großen Zuspruch findet. Dies wiederum liegt sicherlich auch daran, dass die Sportart leicht zu erlernen ist und mit einer überschaubaren und gleichzeitig kostengünstigen Ausrüstung auskommt.