Inline Skate Falltechnik

Ob Kind oder Senior und ob Gelegenheitsfahrer, Fun- und Freizeit-Skater oder ambitionierter Sportler, das Inline-Skating hat dank seiner vielen Facetten für jeden Geschmack etwas zu bieten. Ein weiterer Grund für die große Beliebtheit ist aber sicherlich auch, dass das Skaten nicht nur Spaß macht und fit hält, sondern es auch nicht allzu schwer ist, es zu lernen. Wer schon einmal mit Rollschuhen oder mit Schlittschuhen gelaufen ist, kennt den Grundschritt bereits und muss dann nur noch etwas an seiner Fahrtechnik feilen. Mindestens genauso wichtig wie das Fahren ist aber auch das Bremsen. Beim Inline-Skating gibt es mehrere mögliche Bremstechniken und ein Skater muss sicher bremsen können, um weder sich noch andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Außerdem sollte der Skater richtig fallen können, denn nur so kann er das Risiko von schweren Verletzungen bei einem Sturz minimieren.

Die Skate Falltechnik

Bei allem Spaß darf das Verletzungsrisiko beim Skaten nicht unterschätzt werden. Auf Skates werden mitunter hohe Geschwindigkeiten erzielt und selbst ein geübter und erfahrener Skater ist vor Stürzen nicht gefeit. Oberstes Gebot ist daher, immer eine entsprechende Schutzausrüstung zu tragen, die im Wesentlichen aus einem Helm und aus Handgelenk-, Ellenbogen- und Knieschützern besteht. Außerdem sollte der Skater das richtige Fallen beherrschen. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten oder bei Sprüngen könnten die typischen Reflexe und Reaktionen bei einem Sturz das Verletzungsrisiko nämlich noch zusätzlich erhöhen. Dabei kommen beim Inline-Skating mehrere Falltechniken in Frage:

 

Der Knie-Ellenbogen-Handgelenk-Fall

Die vermutlich am weitesten verbreitete Falltechnik beim Skaten ist der Knie-Ellenbogen-Handgelenk-Fall. Hierbei lässt sich der Skater zunächst auf seine Knie fallen. Anschließend neigt er seinen Oberkörper nach vorne, streckt die Arme aus und lässt sich erst auf seine Ellenbogen und schließlich auf seine Handgelenke fallen. Die Finger sind dabei ausgestreckt und gespreizt. Ein solcher kontrollierter Fall sieht so aus:

Vor allem bei hohen Geschwindigkeiten birgt diese Falltechnik allerdings ihre Tücken. So besteht zum einen die Gefahr, dass der Kopf recht unsanft auf den Boden aufschlägt. Zum anderen fallen vor allem Anfänger und Ungeübte häufig gleichzeitig auf die Knie und die Hände, was nicht nur sehr schmerzhaft sein, sondern auch zu massiven Verletzungen der Ellenbogen und der Handgelenke führen kann. Hinzu kommt, dass diese Falltechnik richtig ausgeführt werden muss, denn wenn die Haltung der Arme nicht stimmt, haben die Handgelenk- und Ellenbogenschützer nur eine eingeschränkte Schutzfunktion.

 

Das Double-Kneeing

Beim sogenannten Double-Kneeing erfolgt, wie die Bezeichnung bereist andeutet, ein kontrollierter Sturz auf beide Knie. Als Ausgangsposition stehen beide Füße parallel und etwa schulterbreit nebeneinander. Nun beugt der Skater seine Knie stark und öffnet sie gleichzeitig leicht, um so die Bewegung der Hüfte zu unterstützen. Seinen Oberkörper hält er aufrecht und versucht, nicht nach vorne zu kippen. In dem Moment, in dem die Knie den Boden berühren, verlagert der Skater seinen Körperschwerpunkt nach hinten. Im Grunde genommen setzt sich der Skater somit auf seine Fersen. Seine Arme winkelt er ab und lehnt seine Unterarme etwa in Brusthöhe an den Körper an. Die Finger sind dabei gestreckt, falls es doch zu einer Berührung mit dem Boden kommen sollte. Die Knieschoner bremsen den Schwung ab und der Skater rutscht auf seinen Knien und den Fußspitzen weiter, bis er irgendwann zum Stillstand kommt.

 

Die Bank

Diese Falltechnik ist vom Grundprinzip her mit dem Double-Kneeing vergleichbar, nur werden hier zusätzlich noch die Arme zu Hilfe genommen. Zunächst lässt sich der Skater also auf seine Knie fallen, hält seine Arme angewickelt und mit gespreizten Fingern auf Brusthöhe und setzt sich auf seine Fersen, sobald seine Knie den Boden berührt haben. Wenn nun der Oberkörper bewusst oder ungewollt nach vorne kippt, schiebt der Skater seine Arme auf den Handgelenkschonern nach vorne. Er rutscht bis zum Stillstand somit auf beiden Knien und beiden Handgelenkprotektoren weiter. Wichtig bei dieser Falltechnik ist aber, dass das Gesäß trotz Einsatz der Hände in der Nähe der Fersen bleibt, also nur möglichst wenig angehoben wird.