Inlinehockey in Deutschland, Österreich und in der Schweiz

Wie die Bezeichnung andeutet, handelt es sich beim Inlinehockey um eine Mannschaftssportart, die auf Inlineskates gespielt wird. Die Ausrüstung, die die Spieler tragen, und auch ein Großteil der Regeln sind dem Eishockey sehr ähnlich. Zudem kommt wie beim Eishockey auch beim Inlinehockey ein Puck als Spielgerät zum Einsatz. Einer der größten Unterschiede liegt jedoch darin, dass Inlinehockey grundsätzlich körperlos gespielt wird. Übrigens handelt es sich beim Inline-Skaterhockey um eine andere Sportart. Zwar wird auch diese auf Inlineskates gespielt, allerdings dient hier ein Ball als Spielgerät und auch der Körpereinsatz ist erlaubt.

Inlinehockey in Deutschland

Das Inlinehockey ist in Deutschland in zwei Lager gespalten. In einem Lager findet die Sportart auf einem rund 20 mal 40 Meter großen Feld statt, als Spielgerät wird ein Inline-Puck verwendet und die Mannschaften bestehen aus jeweils vier Spielern und einem Torwart. Im anderen Lager werden die Spiele auf einem Spielfeld ausgetragen, das etwa 60 mal 30 Meter groß ist und damit die Größe eines Eishockeyfeldes hat. Zudem wird hier mit Spezialpucks gespielt.

Diese Spaltung in zwei Lager hängt mit der Entwicklung der Sportart zusammen. So hat sich das Inlinehockey einerseits als Sommer-Variante für Eishockeyvereine etabliert und wird unter dem Dach des jeweiligen Eishockeyverbandes ausgeübt. Andererseits hat sich das Inlinehockey zu einer eigenständigen Sportart entwickelt und wird in verschiedenen Sportvereinen, die in den Rollsportverbänden organisiert sind, gespielt. Dies wiederum ist auch der Grund dafür, weshalb zwei Deutsche Meisterschaften ausgetragen werden. Dabei gibt es zum einen die Deutsche Inline-Hockey-Liga, kurz DIHL, des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) und zum anderen die Inlinehockey-Bundesliga, kurz IHD-Bundesliga, des Deutschen Rollsport- und Inline-Verbandes (DRIV). Allerdings ist nur der Deutsche Rollsport- und Inline-Verband von der Internationalen Rollsport-Förderation anerkannt und deshalb kann auch nur der DRIV Mannschaften für internationale Begegnungen stellen, die das Internationale Olympische Komitee anerkennt.

Beginnend mit der Saison 2008 verständigten sich der DEB und der DRIV darauf, eine gemeinsame Liga zu organisieren und in diesem Rahmen einen Deutschen Inlinehockey-Meister zu küren. Diese Liga heißt DIHL und nur dem Sieger dieser Liga ist der Titel Deutscher Meister vorbehalten. Allerdings mussten die Vereine, die unter dem Dach des DRIV organisiert sind, auch weiterhin ihre IDH-Liga ausspielen, um sich für den Europapokal zu qualifizieren. Mittlerweile finden sich in der DIHL überwiegend Eishockeyclubs, deren Spieler das Inlinehockey als Sommeralternative nutzen. Für Hobbyspieler und Anfänger wiederum bieten die Landesverbände des DRIV mehrere eigenständige Ligen. Und so sieht es aus, wenn Inlinehockey gespielt wird:

 

Inlinehockey in Österreich und in der Schweiz

In Österreich organisiert der Wiener Eishockeyverband die Inlinehockey-Liga. Diese ist in zwei Klassen aufgeteilt. Zusätzlich dazu betreibt der Eishockeyverband eine Bundesliga, die in erster Linie von Eishockeyspielern aus höheren Spielklassen ausgespielt wird. Die Spiele werden auf Spielfeldern in Eishockeygröße ausgetragen, als Spielgerät wird ein Puck verwendet.

In der Schweiz wird zwischen den Begriffen Inlinehockey und Inline-Skaterhockey nicht unterschieden, sondern beide Sportarten werden Inlinehockey genannt. Ausgetragen werden die Spiele meist auf 60 mal 30 Meter oder 40 mal 20 Meter großen Feldern, gelegentlich wird aber auch auf Spielfeldern mit anderen Abmessungen gespielt. Dabei sind die Vereine in verschiedenen Verbänden organisiert.