Geschichte und Arten von Inline Skates

Bei Inlineskates handelt es sich um Rollschuhe, die aus einem Schuh, einer mit der Sohle fest verbundenen Schiene und kugelgelagerten Kunststoffrädern als Rollen bestehen. Dabei sind die Rollen in einer Reihe angeordnet und weil diese Anordnung im Englischen in-line heißt, werden die Rollschuhe Inlineskates oder kurz Inliner genannt.

Die Geschichte der Inlineskates

Auch wenn Inliner in den 1990er-Jahren einen echten Boom erlebt haben und das Inlineskaten heute eine beliebte Freizeitaktivität und Sportart ist, reicht die Geschichte der Inlineskates viel weiter zurück. So gab es die ersten Rollschuhe bereits um 1760, als ihr Erfinder gilt der belgische Konstrukteur, Musikinstrumentenbauer und Violinist Jean-Joseph Merlin. Schon damals waren die beiden Räder der Rollschuhe hintereinander angeordnet und im Laufe der Zeit kamen immer wieder weiterentwickelte Rollschuhmodelle auf den Markt. Erst gute 90 Jahre später erschienen die ersten Rollschuhe mit vier Rollen, bei denen die Räder in zwei Reihen nebeneinander angeordnet waren. Diese Variante von Rollschuhen wurde auch Quads genannt und sollte viele Jahre lang den Markt dominieren.

Erst in den 1990er-Jahren feierten die Inliner dann ihr Comeback. Hintergrund hierfür war, dass US-amerikanische Eishockeyspieler auf der Suche nach einem Trainingsgerät für den Sommer waren. Also wurde eine neue Variante von Inlineskates entwickelt. Das Unternehmen Rollerblade erkannte den neuen Trend und sorgte durch intensive Werbemaßnahmen dafür, dass Inliner bald den Massenmarkt eroberten. Alle modernen Inliner gehen somit auf die Ideen von Rollerblade zurück und dies ist gleichzeitig die Erklärung dafür, weshalb sich umgangssprachlich auch die Bezeichnung Rollerblates für Inlineskates etabliert hat.

 

Die verschiedenen Arten von Inlineskates

Nachdem das Inlineskaten auf große Zustimmung bei Jung und Alt gestoßen war, haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Disziplinen entwickelt, angefangen beim reinen Freizeitspaß bis hin zu unterschiedlichen Sportarten. Dies wiederum führte dazu, dass Inliner in verschiedenen Ausführungen auf den Markt kamen, um so den Anforderungen in den einzelnen Disziplinen möglichst optimal gerecht werden zu können. Dabei sind folgende Arten von Inlineskates am weitesten verbreitet:

  • Hardbootskates sind überwiegend aus harten Materialien gefertigt. Als Polster für den Fuß dient ein weicher Innenschuh, der von einem Außenschuh aus hartem Kunststoff umgeben ist. Hardbootskates bieten recht viel Halt und finden daher hauptsächlich im Street- und Stuntbereich Verwendung.
  • Softbootskates bestehen in erster Linie aus weichen Materialien. Meist dient Stoff als Polster und Stütze für den Fuß. Softbootsskates sind üblicherweise leichter und bequemer als Hardbootskates, in vielen verschiedenen Designs erhältlich und häufig mit einem Bremsklotz an der Ferse ausgestattet. Softbootskates sind vor allem im Fitnessbereich beliebt.
  • Streetskates wurden spezielles für anspruchsvolleres Skaten wie Sprünge, Slaloms oder das Befahren von Rampen, Halfpipes und Treppen entwickelt. Diese Fahrweisen werden auch Freestyle-Skating oder Aggressive-Skating genannt und die Rollschuhe werden mitunter auch als Aggressive-Skates bezeichnet. Streetskates haben üblicherweise harte Rollen, oft in unterschiedlichen Größen. Generell sind Streetskates Allrounder, die wegen ihrer Wendigkeit, ihrer hohen Stabilität und ihrem Tragekomfort in praktisch allen Bereichen des Inlineskatings eingesetzt werden können.
  • Hockeyskates sind im Prinzip wie Eishockey-Schlittschuhe aufgebaut, nur eben mit einer Schiene anstelle der Kufe. Meist haben Hockeyskates vier Rollen, die von der Spitze zur Ferse hin größer werden.
  • Speedskates sind Inliner, die speziell für größere Geschwindigkeiten entwickelt wurden. Der Schuh reicht nur bis zum Knöchel, die Schiene ist länger und es werden leichte Materialien wie Aluminium, Magnesium und Kohlestofffasern verarbeitet. Speedskates können vier, fünf oder sechs Rollen mit einem Durchmesser von maximal 110mm haben.

Und so sieht das Freestyle-Skating aus: