Skateboardtricks Die Du kennen solltest

Auch wenn ein Skateboard im Wesentlichen aus einem Brett, zwei Achsen und vier Rollen besteht, ist es nicht als Fortbewegungsmittel im eigentlichen Sinne konzipiert. Beim Skateboarding liegt der Schwerpunkt vielmehr auf den unzähligen Skateboardtricks, die mithilfe des Boards, entsprechender Techniken und häufig unter Einbindung von Hindernissen ausgeführt werden.

Die verschiedenen Skateboardtricks

Das Skateboarding kennt eine breite Palette an unterschiedlichsten Tricks, die zudem beliebig miteinander kombiniert werden können. Grob lassen sich die Skateboardtricks jedoch in folgende Kategorien einteilen:

  • Grabs sind Tricks, bei denen der Fahrer das Skateboard mit einer oder mit beiden Händen anfasst.
  • Flips und Shove-its bezeichnen Tricks, bei denen es zu einer Drehung des Skateboards kommt. Dreht sich das Board um seine Längsachse, wird von Flips gesprochen. Tricks, bei denen sich das Board um die senkrechte Mittelachse dreht, heißen Shove-its. Bei einem Trick können aber auch beide Rotationsbewegungen miteinander kombiniert werden.
  • Grinds und Slides meinen Tricks, in die ein Hindernis wie beispielsweise eine Bordsteinkante oder ein Treppengeländer eingebunden ist. Die Unterscheidung ergibt sich daraus, mit welchem Teil des Skateboards der Trick durchgeführt wird. Rutscht der Fahrer mit einer oder mit beiden Achsen über das Hindernis, wird vom Grinden gesprochen. Im Unterschied dazu handelt es sich um Sliden, wenn der Fahrer mit dem Deck über den Gegenstand rutscht.
  • Flatlands sind Tricks, die auf dem Boden ausgeführt werden.

Alle Tricks können mit sogenannten Spins, Drehungen um die eigene Körperachse, kombiniert werden. Dabei wird zwischen Drehungen zur Hinterseite, backside, und Drehungen zur Vorderseite, frontside, unterschieden.

 

Skateboardtricks anhand der Disziplinen

Die Bezeichnungen der einzelnen Skateboardtricks ergeben sich in aller Regel daraus, welche Sprung-, Flug – oder Drehbewegung der Fahrer mit und auf seinem Skateboard macht. Daneben lassen sich die Tricks aber auch den einzelnen Skateboard-Disziplinen zuordnen:

  • Street-Tricks gehören in den Bereich des Streetskatens. Für diese Tricks sind keine speziellen Anlagen wie Halfpipes oder Miniramps erforderlich. Stattdessen werden Hindernisse in die Tricks eingebunden, die in Innenstädten und öffentlichen Bereichen vorhanden sind. Solche Hindernisse können beispielsweise Bordsteine, Mauern, Treppen oder Geländer sein.
  • Freestyle-Tricks werden auch als Flatlandtricks bezeichnet und auf dem Boden ausgeführt. Zu den Tricks gehören einerseits Drehungen des Skateboards und andererseits Tricks, bei denen der Fahrer den Boden mit einem oder mit beiden Füßen berührt oder sein Board mit einer oder mit beiden Händen anfasst. Je nach Art der Berührung heißt die Ausführung des Tricks dann Boneless, Fastplant, No Comply, Sweeper oder Sweet. Insgesamt ist der Freestyle eher von akrobatischen Einlagen als von spektakulären Stunts geprägt. Viele Freestyle-Tricks wurden im Laufe der Zeit allerdings kontinuierlich weiterentwickelt, so dass sie heute mitunter den Street-Tricks zugeordnet werden.
  • Vert-Tricks finden in Halfpipes statt. Dabei werden die Vert-Tricks aber in zwei Gruppen eingeteilt. So gibt es zum einen die Lip-Tricks, die an den Abschlusskanten der Steilwände ausgeführt werden. Zum anderen gibt es die Air-Tricks, bei denen es sich um Flugtricks oberhalb der Steilwände handelt. Da die meisten Halfpipes an den Abschlusskanten der Steilwände mit Stahlrohren ausgestattet sind, sind hier außerdem Grinds und Slides möglich. Neben Halfpipes können Vert-Tricks aber auch auf kleineren, artverwandten Anlagen wie Miniramps oder Quarterpipes ausgeführt werden.